Osteoporose-Zentrum Stolberg

Moderne Osteoporose-Diagnostik und innovative Frakturprävention mit Ossure® LOEP

Starke Knochen – ein Leben lang

Osteoporose ist eine der häufigsten Erkrankungen des höheren Lebensalters. Allein in Deutschland sind mehrere Millionen Menschen betroffen. Die Erkrankung verläuft oft lange unbemerkt, bis es zu einem Knochenbruch kommt. Besonders gefährdet sind die Wirbelsäule, der Oberschenkelhals, das Handgelenk und der Oberarm.

Dabei sind die Folgen häufig gravierend: Nach einer Hüftfraktur verlieren viele Betroffene dauerhaft einen Teil ihrer Selbstständigkeit. Ziel moderner Osteoporosemedizin ist daher nicht die Behandlung der Fraktur, sondern deren Vermeidung.

Im der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie am Bethlehem Gesundheitszentrum Stolberg bieten wir unseren Patientinnen und Patienten eine umfassende Diagnostik, leitliniengerechte Therapie und innovative Verfahren zur Frakturprävention an.

Osteoporose früh erkennen

Viele Menschen wissen nicht, dass sie an Osteoporose leiden. Besonders aufmerksam sollten Sie werden bei:

  • Knochenbrüchen nach Bagatellstürzen
  • Größenverlust oder Rundrückenbildung
  • langfristiger Kortisontherapie
  • rheumatischen Erkrankungen
  • Diabetes mellitus
  • familiärer Vorbelastung
  • bereits bekannten osteoporotischen Frakturen

Gerade nach einer ersten osteoporotischen Fraktur steigt das Risiko für weitere Knochenbrüche erheblich an. Deshalb ist eine frühzeitige Abklärung entscheidend.

Unsere Osteoporose-Sprechstunde

Wir führen eine umfassende Risikoanalyse nach den aktuellen Empfehlungen des Dachverbandes Osteologie (DVO) durch.

Unser Diagnostikkonzept umfasst:

Individuelle Risikoanalyse

  • Erfassung persönlicher Risikofaktoren
  • Sturzrisiko-Bewertung
  • Analyse bisheriger Frakturen
  • Überprüfung osteoporosefördernder Medikamente

Moderne Knochendichtemessung (DXA)

Die DXA-Messung gilt weltweit als Goldstandard zur Bestimmung der Knochendichte und ermöglicht eine präzise Einschätzung des individuellen Frakturrisikos. Die Knochendichtemessung können wir in Stolberg nicht durchführen, hierzu ist eine Vorstellung bei unseren Kooperationspartner notwendig.

Bildgebende Diagnostik

Viele Wirbelkörperfrakturen bleiben lange unentdeckt. Mithilfe moderner Bildgebung können auch bislang unbemerkte Frakturen erkannt werden.

Individuelle Therapie statt Standardlösung

Jeder Mensch hat ein individuelles Frakturrisiko. Deshalb entwickeln wir für jede Patientin und jeden Patienten ein maßgeschneidertes Behandlungskonzept.

Je nach Risikoprofil kommen zum Einsatz:

  • Optimierung der Calcium- und Vitamin-D-Versorgung
  • Bewegungs- und Krafttraining
  • Sturzprävention
  • moderne medikamentöse Osteoporosetherapie
  • knochenaufbauende Therapien bei Hochrisikopatienten
  • innovative lokale Verfahren zur Frakturprävention

Unser Ziel ist die langfristige Erhaltung von Mobilität, Selbstständigkeit und Lebensqualität.

Ossure® LOEP: Innovative Prävention von Hüftfrakturen

Die Hüfte schützen, bevor sie bricht

Die Hüftfraktur zählt zu den schwerwiegendsten Folgen der Osteoporose. Trotz moderner Operationstechniken bleiben viele Betroffene dauerhaft in ihrer Mobilität eingeschränkt.

Mit der Ossure® LOEP (Local Osteo-Enhancement Procedure) steht erstmals ein Verfahren zur Verfügung, das gezielt darauf ausgerichtet ist, den osteoporotischen Hüftknochen bereits vor einer Fraktur zu stabilisieren.

Wie funktioniert Ossure® LOEP?

Über einen kleinen Hautschnitt wird unter Röntgenkontrolle ein bioresorbierbares Knochenersatzmaterial in die besonders gefährdeten Bereiche des hüftgelenksnahen Oberschenkelknochens eingebracht.

Das Material:

  • erhöht unmittelbar die Stabilität des Knochens,
  • verteilt Belastungskräfte günstiger,
  • wird im Verlauf resorbiert,
  • und durch körpereigenen Knochen ersetzt.

Der Eingriff erfolgt minimalinvasiv und kann in vielen Fällen sogar in Lokalanästhesie durchgeführt werden.

Für wen eignet sich die Behandlung?

Ossure® LOEP kann insbesondere für Patientinnen und Patienten interessant sein bei:

  • manifester Osteoporose
  • bereits erlittener osteoporotischer Fraktur
  • deutlich erniedrigter Knochendichte
  • erhöhtem Sturzrisiko
  • hohem Risiko für eine zukünftige Hüftfraktur
  • Wunsch nach maximaler Frakturprävention

Ob das Verfahren sinnvoll ist, wird individuell im Rahmen unserer Sprechstunde geprüft.

Vorteile auf einen Blick

  •  Minimalinvasiver Eingriff
  • Kurze Behandlungsdauer
  • Häufig Durchführung in Lokalanästhesie möglich
  • Sofortige mechanische Stabilisierung des Hüftknochens

Häufige Fragen

Robotik und Navigation – braucht man das wirklich?

Robotische Systeme und Navigation werden aktuell intensiv diskutiert.

Nach aktuellem wissenschaftlichem Kenntnisstand sind jedoch vor allem die richtige Indikation, die sorgfältige Planung, die operative Erfahrung und die strukturierte Nachbehandlung entscheidend für den Behandlungserfolg.

Deshalb setzen wir auf bewährte Verfahren, moderne Implantate und individuelle Patientenbetreuung.

Wie lange hält eine moderne Hüftprothese?

Moderne Implantate erreichen häufig Standzeiten von 25 Jahren oder länger.

Kann ich nach der Operation wieder Sport treiben?

Ja. Wandern, Radfahren, Schwimmen und Fitnesssport sind meist problemlos möglich.

Ist die minimal-invasive Technik für jeden Patienten geeignet?

Nein. Die Auswahl erfolgt individuell nach medizinischen Kriterien.

Wann darf ich wieder Auto fahren?

In der Regel nach vier bis sechs Wochen.