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Der Kölner Regierungspräsidentin Gisela Walsken (2. v. re.) und ihren Mitarbeiterinnen, Dr. Christiane Noll (2. v. li.) sowie Carmen Barthelmes (li.) war es eine Freude, Bethlehem-Geschäftsführer Dirk Offermann den Bescheid in Höhe von 1,2 Million Euro überreichen zu dürfen.

Das Bethlehem Gesundheitszentrum Stolberg erhält rund 1,2 Millionen Euro Fördermittel aus dem Krankenhausstrukturfonds. Das Geld, vom Bund und vom Land je zur Hälfte finanziert, ist für den Erweiterungsbau des Kreißsaal-Komplexes vorgesehen, der rund 2 Millionen Euro gekostet hat. Auch die Stadt Stolberg bezuschusst das Bauvorhaben mit 200 000 Euro.

Frau Regierungspräsidentin Gisela Walsken überreichte am 20.03.2019 den Bewilligungsbescheid in Höhe von 1.255.000 Euro an Dirk Offermann, Geschäftsführer des Bethlehem Gesundheitszentrum Stolberg. Die erfolgreiche Kooperation des Stolberger Bethlehem-Krankenhauses mit dem nur sieben Kilometer entfernten St.-Antonius-Hospital in Eschweiler auf dem Gebiet der Frauenheilkunde hat 2016 zur Entwicklung des „RegioNetzwerks für die Frau“ geführt. Die Geburtshilfe konzentriert sich seitdem auf den Standort Stolberg, während alle planbaren gynäkologischen Eingriffe in Eschweiler durchgeführt werden. Dadurch können Ressourcen besser genutzt, die Versorgungsqualität erhöht und zugleich Vorhaltekosten drastisch reduziert werden.

Das „RegioNetzwerk für die Frau“ ist ein sehr gutes Beispiel für eine gelebte Umsetzung der politisch gewollten Verbesserung der Strukturen in der Krankenhausversorgung. Mit den Mitteln des Krankenhausstrukturfonds sollen Vorhaben der Länder zur Verbesserung der Krankenhausversorgung gefördert werden. Ziele sind der Abbau von Überkapazitäten, die Konzentration von stationären Versorgungsangeboten und Standorten sowie die Umwandlung von Krankenhäusern in nicht akutstationäre Versorgungseinrichtungen.

„Der Grundgedanke des Krankenhaustrukturfonds ist von beiden Häusern im besten Sinne und in Eigeninitiative umgesetzt worden“, betont die Regierungspräsidentin. „Ich hoffe, dass der Impuls, der von diesem Zusammenschluss ausgeht, weitere Häuser motiviert, um über Synergien nachzudenken.“

Auch für Dirk Offermann hat die Unterstützung aus dem Krankenhausstrukturfonds Signalwirkung: „Wir haben mit dem ‚RegioNetzwerk für die Frau‘ den politischen Willen aktiv umgesetzt und gestaltet.“ Es war anfangs viel Überzeugungsarbeit nötig gewesen, aber es habe sich gelohnt. „Vor allem freut mich ehrlich, dass dieses Engagement nun auch gewürdigt wird und wir als Krankenhaus unterstützt werden“, sagt der Geschäftsführer.

Bereits vor dem Zusammenschluss war das „Bethlehem“ das geburtenstärkste Krankenhaus in der Aachener Region. „Es war klar, dass wir einen neuen Kreißsaal-Komplex nach modernsten Erkenntnissen errichten mussten, um optimale Rahmenbedingungen für die Versorgung der Frauen zu schaffen“, sagt Dirk Offermann, Geschäftsführer des Bethlehem-Krankenhauses in Stolberg. Nach neun Monaten Bauzeit kamen im Kreißsaal der neuesten Generation im April 2018 bereits die ersten Kinder zur Welt.

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